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Beginn: 20.30 Uhr Der renommierte Singer/Songwriter Elliott Murphy gehört eindeutig zu den stärksten Säulen des Blue Rose Labels. Seit 15 Jahren veröffentlicht der in Paris lebende amerikanische Musiker hier in regelmäßigen Abständen und in beispiellos verlässlicher Weise. Elliott Murphy ist sein ungefähr 32. Album seit 1973 (Sampler und Livemitschnitte eingerechnet) - gut ein Drittel davon sind Blue Rose-Veröffentlichungen! Elliott Murphy bedeutet nicht nur eine weitere Fortschreibung des Wohlbekannten, sondern markiert - gar nicht mal spektakulär, aber in "evolutionärer" Entwicklung - einen Punkt im Leben, der dem Stillstand adieu sagt und zu einigen neuen Ufern aufbricht. Oder an alte Qualitäten anknüpft, weil der richtige Biss noch da ist, weil das Feuer wieder lodert, weil es weiterhin Ziele zu erreichen gilt!
Wenn ein Künstler nach so einer langen Karriere sein neues Werk derart simpelst möglich betitelt, nämlich nur nach sich selbst, dann bedeutet das oft eine Wende oder einen Neuanfang. Nun, niemand wird sich im fortgeschrittenen Alter von 61 Jahren rundum neu erfinden können oder wollen. Allerdings..., mal aus dem üblichen Trott rausgehen, ein paar Nuancen verändern, eine gewohnte Arbeitsweise überdenken oder - ganz einfach - die besten Songs seit langem schreiben, doch, das ist Elliott Murphy hier eindeutig gelungen. Nicht zum ersten Mal übrigens! Bereits der 2008er Studiovorgänger Notes From The Underground markierte eine äußerst positive und produktive Rückblende zu den 70er Glanztaten, als er dank solcher Werke wie Aquashow, Lost Generation und Just A Story From America zu einem der hoffnungsvollsten, ambitioniertesten Singer/Songwriter wurde, der modern klang, sich in seiner Poetry mit dem Zeitgeist befasste und zu einer ganz neuen Ära der intellektuellen Rock Troubadour/Storyteller-Szene zählte, die auf Basis von Bob Dylan und Lou Reed mit der Musik von Bruce Springsteen bis David Bowie flirtete. Seit jenen Zeiten mit dem Fluch oder Segen des "New Dylan" steht Elliott Murphy international nicht mehr so im Rampenlicht, wie es hätte werden können, wenn er nicht Ende der 80er von New York City weggezogen wäre, um in Frankreich sein Glück und anspruchsvollere künstlerische Herausforderungen zu suchen, wenn er sich nicht ganz bewusst der Major Label-Option verweigert hätte, um lieber bei kleinen unabhängigen Firmen seine Vorstellungen durchzusetzen, wenn er sich Trends und Marktstrategien unterworfen hätte, statt den "letzten aufrechten Rock'n Roll-Bohemien" für sich zu kultivieren. Hier in Europa allerdings hat er sich mit zahlreichen Platten und häufiger Präsenz in all den einschlägigen Clubs des Kontinents einen klangvollen Namen als hervorragender Entertainer erworben, dem man die Lust zu rocken sofort abkauft und der immer in der Lage ist, sein Publikum mit dieser markanten sonoren Sprechstimme zu hypnotisieren. Ein denkender, belesener, literarisch ambitionierter Amerikaner, der es gelernt hat, den Lauf dieser Welt durch eine europäische Brille zu betrachten.Zurück zum Album Elliott Murphy. Die vielleicht wichtigste formale Veränderung ist die Abtretung des Produktionsjobs an die nächste Generation. Elliott Murphy's Sohn Gaspard, gerade 20 Jahre alt und mitten im Studium in den USA einerseits, auf der anderen Seite aber selber auf dem Weg zum Vollblutmusiker, zeichnet verantwortlich für das erheblich zeitgemäßere Klangbild - als alleiniger Produzent und Soundmixer der Aufnahmen, die wie so oft in den letzten Jahren im Studio Franklin in Le Havre stattfanden (mit zusätzlichen Terminen in NYC und Paris). Befreit von allen technischen Aufgaben drumherum konnte sich Elliott Murphy also tief in seine Musik stürzen - mit dem Ergebnis von 11 brandneuen Klassesongs, die sich auch live als künftige Volltreffer erweisen werden, keine Frage! Gleich mit dem Eröffnungshit 'Poison 'n Grace' befinden wir uns mitten in "Murphyland", wie die bildhafte, cinemaskopisch geprägte Musik von seinen Fans gerne genannt wird. Der eingängige Refrain, die Endlosstrophen à la Bob Dylan und all die Anspielungen auf alte Filme, kultige US-Städte und Bruce Springsteen's Nebraska insbesondere lassen früh nur einen Schluss zu: Elliott Murphy ist in prächtiger Form, er zeigt sich songtextlich lebendig und strotzt nur so vor Troubadour-Power. 'Maybe You Were Laughing' in feinster 'All Along The Watchtower'-Manier, die mit 'Rock'n Roll 'N Rock'n Roll' adäquat betitelte (in der Tat: Rock'n Roll-) Hymne, das wundersam bis ins Firmament entschwindende 'Gone, Gone, Gone', 'With This Ring' mit kernigem Guitar Twang, 'The Day After You' mit nostalgischer 'Walk On The Wild Side'-Atmosphäre, das schnell rockende, mit Frauenchor und Orgel unterlegte 'Rain, Rain, Rain' oder das abschließende, über 6-minütige 'Train Kept A Rolling'... - sie alle tragen die deutliche, so sehr spezielle Elliott Murphy-Signatur! Seit Ende der 90er arbeitet Murphy fest mit dem famosen Gitarristen Olivier Durand zusammen, der sich über die Zeit zu den kreativsten seines Fachs in Europa gemausert hat! Mit Bassist Laurent Pardo und Drummer Alan Fatras bildet er die Normandy All Stars, seit etlichen Jahren Murphy's Begleitband und auch hier wieder das musikalische Rückgrat bei den Studiosessions. Das Quartett - Elliott Murphy spielt akustische und elektrische Rhythmusgitarren, Klavier und Orgel - wird ergänzt von dem bekannten Keyboarder Kenny Margolis (Lucky 7, Cracker, Willy DeVille, Silos), Gaspard Murphy mit zusätzlichen Gitarren und Arrangements, den Backingsängern Alan Chenevière (Alligators, Pow Wow), Lisa Lowell (Springsteen) und Laura Mayne (Native). |


















Der renommierte Singer/Songwriter Elliott Murphy gehört eindeutig zu den stärksten Säulen des Blue Rose Labels. Seit 15 Jahren veröffentlicht der in Paris lebende amerikanische Musiker hier in regelmäßigen Abständen und in beispiellos verlässlicher Weise. Elliott Murphy ist sein ungefähr 32. Album seit 1973 (Sampler und Livemitschnitte eingerechnet) - gut ein Drittel davon sind Blue Rose-Veröffentlichungen! Elliott Murphy bedeutet nicht nur eine weitere Fortschreibung des Wohlbekannten, sondern markiert - gar nicht mal spektakulär, aber in "evolutionärer" Entwicklung - einen Punkt im Leben, der dem Stillstand adieu sagt und zu einigen neuen Ufern aufbricht. Oder an alte Qualitäten anknüpft, weil der richtige Biss noch da ist, weil das Feuer wieder lodert, weil es weiterhin Ziele zu erreichen gilt!